Die USA scheint derzeit kein guter Boden – oder besser Luftraum – für Vögel aller Art zu sein. Jedenfalls wurden die Vögel in den Divisional-Playoffs ziemlich gerupft, wie der Sideline Reporter richtig prophezeite. Die Seahawks, Falcons und Ravens legten ordentliche Bruchlandungen hin. Auch für die Patrioten hatte das letzte Stündlein geschlagen: Sie mussten sich den Jets geschlagen geben. Das Wichtigste der Spiele in aller Kürze:
Baltimore Ravens @ Pittsburgh Steelers 24:31 (Highlight-Video)
Wer den entscheidenden Fehler begeht, der wird dieses Spiel verlieren, so der Grundkonsens vor der Partie. Wie sich herausstellte, war der Sieger des Spiels, das zeitweise an eine Slapstick-Komödie erinnerte, derjenige, der weniger dämliche Fehler machte. Die Steelers hatten ihren komödiantischen Auftritt in der ersten Hälfte: Sie verschossen ein Field-Goal, verbrauchten ihre Challenges und vergaßen in einem Anfall von spontaner Amnesie, dass das Eierlaberl beim Football relativ wichtig ist und nicht außer Acht gelassen werden sollte. Vielleicht hätte man die Steelers auch daran erinnern sollen, dass unbeaufsichtigte Footbälle von den Ravens direkt in die Endzone getragen werden.
In Hälfte zwei war dann Baltimore an der Reihe sich zum Affen zu machen: Fumbles, vergessene Steelers-Receiver und die Unfähigkeit Bälle zu fangen, kosteten ihnen nach der 21:7-Pausenführung noch die Partie.
Green Bay Packers @ Atlanta Falcons 48:21 (Highlight-Video)
Wir haben einen neuen Favoriten auf den Superbowl-Sieg: die Green Bay Packers. Die Playoff-Teams, die die Partie gegen die Falcons zuhause vor dem Fernseher verfolgt haben, werden tiefe Sorgenfalten auf der Stirn haben. Die Defensive Backs werden es wohl sogar mit der Angst zu tun bekommen. Packers-QB Aaron Rodgers absolvierte ein nahezu makelloses Spiel, ein Perfect Game. Die Falcons fanden einfach kein Rezept, um Rodgers und seine Receiver auch nur irgendwie aufzuhalten. Rodgers warf 3 Touchdowns und rannte einen Ball persönlich in die Endzone.
Die Offense der Falcons konnte zu Beginn des Spiels noch mithalten, fand mit Fortdauer der Partie aber kaum noch eine Lücke im Packers-Abwehrbollwerk. 186 Passing-Yards für Quarterback Matt Ryan und nur 39 Rushing Yards für Running Back Michael Turner illustrieren die Chancenlosigkeit der Falcons. Vom Heimvorteil im Georgia Dome war rein gar nichts zu spüren, ganz im Gegenteil: Die Bedingungen in einem Dome scheinen Aaron Rodgers noch besser zu machen. Die Packers gewannen nicht nur auswärts ein Playoffspiel, das war eine Demonstration der Stärke und eine Warnung an alle verbliebenen Teams.
Seattle Seahawks @ Chicago Bears 24:35 (Highlight-Video)
Sean Payton und die Saints werden sich am Sonntag in den Hintern gebissen haben. Das Entscheidende, das wir aus dieser Partie gelernt haben: Die Seahawks sind ein maximal mittelmäßiges Team, das mit sehr viel Glück in die Playoffs kam und genau ein gutes Spiel ablieferte. Ergo hatten die Bears nicht viel Probleme mit Seattle.
Das lag vor allem daran, dass der gute Jay Cutler am Sonntag am Soldier Field auftauchte und der böse Cutler nur zweimal kurz aufblitzte, als die Seahawks zwei Interceptions fallen ließen. Ansonsten spielte der Quarterback eine seiner besten Partien im Bears-Jersey und das in seinem ersten Playoff-Spiel. 2 Touchdownpässe und zwei Rushing Touchdowns in Tebow-Manier machen sich ganz gut im Game-Book. Geholfen haben ihm dabei Tight End Greg Olsen, der endlich wieder mal gezeigt hat, welche Waffe er sein kann, und der schon gewohnt gute Matt Forte.
Nach dem 28:0 ließ Chicago die Zügel ein wenig sehr schleifen und die Seahawks konnten noch ordentlich Punkte erzielen, doch das wahr nicht mehr als Ergebniskosmetik. Was aber auffiel: Die ansonsten sehr starke Defense der Bears sah gegen die No-Huddle-Offense der Seahawks relativ alt aus. Hier besteht eindeutig Handlungsbedarf.
New York Jets @ New England Patriots 28:21 (Highlight-Video)
Das war’s für die Patriots. Als Superbowl-Favorit in die Playoffs gestartet, sind sie wie im Vorjahr One-and-done. Und das auch noch im “Hass-Duell” gegen den Division-Rival aus New York. Nachdem bei der 45:3-Niederlage der Jets vor einem guten Monat noch Welten zwischen den Teams lagen, waren die Jets diesmal schlicht und einfach das bessere Team. In der Defense gelang es ihnen, alle gefährlichen Receiver der Patriots aus dem Spiel zu nehmen, sodass Patriots-QB Tom Brady meist mit dem Ball in der Hand dastand und nicht wusste, was er machen sollte. Und so kam es auch, dass er seine erste Interception seit dem Kindergarten – oder so ähnlich – warf.
In der Offense gewannen die Jets das Duell mit der jungen und unerfahrenen Defense der Patriots. Mark Sanchez wirkte zu Beginn zwar nervös und brachte nur wenig Produktives zustande, fing sich aber im Laufe der Partie und spielte ein sehr, sehr gutes Playoff-Game mit 3 Touchdownpässen. Und so gingen die Jets als verdienter Sieger vom Platz. Für die Patriots dagegen war es die bereits dritte Playoff-Niederlage in Folge.
Coming Up: Conference Championships
Nächste Woche stehen die Conference-Championships auf dem Programm. Die Packers müssen zu den Bears, die Steelers treffen zuhause auf die Jets. Aber dazu im Verlauf der Woche mehr.



Januar 19th, 2011 → 22:09
[...] der Sportecke gibt es aber indes Positives zu vermelden. Letzten Sonntag war das Duell zwischen den New York Jets und den New England Patriots auf den Plätzen Zwei und Drei der [...]
Januar 20th, 2011 → 17:20
[...] green bay packers, jay cutler, nfc championship, nfl, nfl playoffs Veröffentlicht unter:Football ← NFL: Da waren’s nur noch vier LikeBe the first to like this post. Starte als erster eine [...]